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Oktett Es-Dur (Partitur & Stimmen) 

60,00 EUR

( inkl. 7% MWSt )

 
Das vermutlich einzige Werk überhaupt für diese Besetzung.

1. Allegro
2. Adagio
3. Rondo. Allegretto

Peter von Winter war der Sohn eines Brigadiers am Kurfürstlichen
Hof in Mannheim. Im Alter von zehn Jahren spielte er bereits in
der Mannheimer Hofkapelle als Geiger und ist 1773 als Contra-
bassist bezeugt, und ab 1776 war er als Violinist mit dem Titel
"Hofmusicus" fest verpflichtet. Zur selben Zeit wurde er Leiter der
privaten Sängertruppe von Theobald Marchand, die deutsche
Singspiele aufführte.

In Mannheim war Winter wie Franz Danzi (und später auch Carl
Maria von Weber und Giacomo Meyerbeer) Schüler von Abbé
Vogler. Als die Mannheimer Hofkapelle dem Kurfürsten Karl
Theodor 1778 in seine neue Residenz München folgte, über-
siedelte auch Winter dorthin. Von München aus unternahm er
zahlreiche Konzertreisen. Mit einem kurfürstlichen Stipendium
durfte er 1780/81 zusammen mit seinem Orchesterkollegen Franz
Tausch nach Wien gehen, um Unterricht bei Antonio Salieri zu
nehmen. 1787 wurde er in München Vize-, 1798 Hofkapellmeister
für die Vokalmusik. 1811 gründete er die Musikalische Akademie,
die bis heute in den Akademiekonzerten des Bayerischen
Staatsorchesters fortlebt. Christian Friedrich Daniel Schubart hebt
in seinen "Ideen zur Ästhetik einer Tonkunst" Winters Symphonien
und deren Behandlung von Moll-Episoden hervor.

Sein Hauptwerk ist das 1796 in Wien uraufgeführte Singspiel "Das
unterbrochene Opferfest", das in ganz Europa bis ins mittlere 19.
Jahrhundert hinein überaus erfolgreich war. Im Verlaufe ausge-
dehnter Reisen stellte Winter sein Bühnenschaffen in ganz Europa
vor. Im Verlaufe ausgedehnter Reisen stellte Winter sein Bühnen-
schaffen in ganz Europa vor. Neben seinen zahlreichen Bühnen-
werken schuf er aber auch Kompositionen in den Bereichen der
Kammer- und Orchestermusik, darunter einige stets dreisätzige
Sinfonien und Solokonzerte. Im Jahre 1808 wurde er Mitglied des
Pariser Konservatoriums, 1815 der königlichen Musikakademie
von Schweden. Zum fünfzigjährigen Jubiläum als Hofmusiker
wurde er am 23. März 1814 von König Max Joseph von Bayern
mit dem Verdienstorden der Bayerischen Krone ausgezeichnet
und dadurch in den persönlichen Adelsstand erhoben. Als
Musikpädagoge erwarb sich der nunmehrige Peter von Winter
Verdienste durch die Publikation seiner "Vollständige(n)
Singschule" im Jahre 1825. Nach seinem Tode widmete ihm
die Allgemeine Musikalische Zeitung in Leipzig einen langen,
vierzehn Seiten umfassenden Artikel, der seine damalige
Einschätzung als einer der wichtigsten deutschen Komponisten
seiner Zeit ausdrückte.

Herausgeber / Editor: Bodo Koenigsbeck

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