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Variationen für Fagott solo und Bläser (Partitur & Stimmen) 

30,00 EUR

( inkl. 7% MWSt )

 
Gedanken über die Variations

Unter den zahlreichen Musikalien des Hartmann-Musikmanuskript-
Archiv befinden sich auch die hier erstmals im Druck vorliegenden
Variations / pour le Basson / deux Clarinettes / Deux Cors / et
Violoncelle. Ein Komponistenname ist leider nicht angegeben.

Was natürlich die Frage aufwirft: Wer hat diese, für einen
ambitionierten Fagottisten und die seltene Begleitung von
vier Blasinstrumenten sowie Violoncello geschriebenen,
volksliedhaften Variationen komponiert? Um einen rein
frankophonen Meister scheint es sich nicht zu handeln, denn
der Titel ist zwar auf Französisch geschrieben, die einzelnen
Stimmen allerdings tragen italienische Bezeichnungen: Fagotto,
Clarinetto 1° und Clar.to 2do, Corno 1° , Corno 2do sowie Basso.

Der Fundort das Hartmann-Archiv legt die Vermutung nahe,
dass es sich bei dem Komponisten um JOHANN EVANGELIST
BRANDL (1760-1837) handeln könnte. Hat dieser doch, in
seiner Zeit als 2. Musikdirektor des großherzoglichen Theaters
in Karlsruhe, zahlreiche Werke für den Textilfabrikanten und
Fagott-Liebhaber Jacques Hartmann (1774-1839) aus Münster
bei Colmar geschrieben.

Allerdings, was veranlasste den Komponisten fünf Blasinstru-
mente mit einem einem Violoncello zu kombinieren? Im Sinfonie-
orchester der Textilwerke von J. Hartmann waren, wie die
Besetzungen der Fagott-Konzerte zeigen, auch genügend
Fagotte vorhanden um ein komplettes Bläsersextett zu bilden.
Möglicherweise hat Brandl diese Variationen jedoch nicht für
J. Hartmann geschrieben, sondern für die Hofmusik seines
ersten Arbeitgebers, dem Fürsten zu Hohenlohe-Bartenstein.
Dort gab es neben Streichern auch Klarinetten und Hörner,
das einzige Fagott blies Prinz Carl Joseph (1766-1838), ein
Schüler von Mozarts Lieblingsfagottisten Georg Wenzel Ritter
(1748-1808). Für ihn hat Brandl das Adagio und Variationen
op. 44 (ACC.1357) geschrieben. In diesem Werk gibt es im
Orchester zwar Flöten, Klarinetten und Hörner, aber kein
Fagott! Es ist also denkbar, dass Brandl die Variationen von
Bartenstein mitgenommen hat und sie bei J. Hartmann eine
Wiederverwendung gefunden haben.

Wer aber auch immer diese Variations komponiert haben mag,
es ist ein kammermusikalisches Kleinod, das die sparsame
Sololiteratur für Fagott bereichert.


Thoughts on the Variations
Among the numerous music scores in the Hartmann Music
Manuscript Archive are the Variations / pour le Basson / deux
Clarinettes / Deux Cors / et Violoncelle, which are here in print
for the first time. The name of a composer is unfortunately not
given. Which of course raises the question: who composed
these folksong-like variations, written for an ambitious bassoonist
and the rare accompaniment of four wind instruments and cello?
It does not appear to be a purely francophone master, because
although the title is written in French, the individual parts have
Italian names: Fagotto, Clarinetto 1° und Clar.to 2do, Corno 1° ,
Corno 2do and Basso.

The place of discovery - the Hartmann Archive - suggests that
the composer might be JOHANN EVANGELIST BRANDL
(1760-1837). Didn't this one, in his time as the second music
director of the Grand Ducal Theatre in Karlsruhe, numerous
works written for the textile manufacturer and bassoon lover
Jacques Hartmann (1774-1839) from Munster near Colmar.
However, what prompted the composer to combine five wind
instruments with a cello? In the symphony orchestra of J.
Hartmann's textile factory, as the instrumentation of the bassoon
concertos shows, there were also enough bassoons to form a
complete wind sextet. It is possible, however, that Brandl did
not write these variations for J. Hartmann, but for the court music
of his first employer, the Prince of Hohenlohe-Bartenstein. In
addition to strings, there were also clarinets and horns, the only
bassoon being played by Prince Carl Joseph (1766-1838), a pupil
of Mozart's favourite bassoonist Georg Wenzel Ritter
(1748-1808). For him Brandl wrote the Adagio and Variations
op. 44 (ACC.1357). In this work the orchestra has flutes,
clarinets and horns, but no bassoon! It is therefore conceivable
that Brandl took Bartenstein's Variations" with him and found a
reuse in Munster.

But whoever may have composed these Variations, it is a
chamber-musical jewel that enriches the sparse solo literature for bassoon.

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