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Sextett F-Dur (Partitur & Stimmen) 

36,00 EUR

( inkl. 5% MWSt )

 
Das kompositorische Schaffen von FRIEDRICH WITT wird nahezu ausschließlich
auf seine Jenaer Sinfonie reduziert und dies auch nur auf Grund einer
musikwissenschaftlichen Fehlzuschreibung, die zunächst Ludwig van Beethoven
für den Autor gehalten hatte. Dabei umfasst sein Oeuvre weitaus mehr: ungefähr
20 Sinfonien (davon 9 bei André in Offenbach gedruckt), Messen, Oratorien,
drei Opern, Konzerte für ein und zwei Hörner, Flöte, Violoncello und Fagott
(leider verschollen), sowie zahlreiche Kammer- und Harmoniemusik.

Friedrich Witt wurde am 8. November 1770 in Haltenbergstetten (heute
Niederstetten) geboren, fünf Wochen bevor Ludwig van Beethoven in Bonn das
Licht der Welt erblickte. Nach Lehr- und Wanderjahren, die ihn von der
Fürstlichen Hofkapelle Oettingen-Wallerstein nach Potsdam, Ludwigslust und
Wien führten, wurde er 1802 "in Erwägung seiner ausgezeichneten sowohl
theoretischen als auch praktischen Kenntniße in der Tonkunst, seiner
bewährten Geschiklichkeit, als seines guten Geschmaks in der Composition;
endlich seiner anderen guten und Höchst Ihnen wohlgefälligen Eigenschafften"
zum Kapellmeister des Fürstbischofs von Würzburg ernannt. Allerdings in einer
sehr turbulenten Zeit, denn schon kurz darauf war sein Arbeitgeber zunächst
der Kurfürst und schließlich der König von Bayern. Dazwischen, von 1806 bis
1814, war sein Dienstherr der Großherzog Ferdinand III. von Toskana. Obwohl
dieser selbst ausübender Musiker war, fand Witt keinen rechten Zugang zu ihm.
In einem Brief an seinen Verleger André in Offenbach schrieb er "Hier sieht
es schlecht um die Sinfonie aus, in der Kirche wird keine gemacht und bei der
Cam(m)ermusik nichts als große Italienische Opern, Oratorien, Cantaten, kurz
lauter Sing Music, von Concerts und Concertans ist der Großherzog wenig
Liebhaber."

Da traf es sich gut, dass ihm sein Schüler Carl Friedrich zu Löwenstein
ein reiches Betätigungsfeld für "Concerts und Concertans" bot. Auf Schloss
Triefenstein unterhielt Carl Friedrich zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg
(1781-1852) ein Orchester, mit dem er jeden Mittwoch Konzerte bei freiem
Eintritt gab. Aus dem umfangreichen Musikalienfundus, der sich heute
teilweise in süddeutschem Privatbesitz befindet, stammt die Vorlage zu dieser
Erstausgabe. Carl Friedrich zu Löwenstein hat, nach einer leider nicht mehr
greifbaren Partitur, handschriftliches Stimmenmaterial angefertigt. Der Part
des zweiten Fagottes ist für ihn, der "die meißten Instrumente spielen
lernte" selber geschrieben und kann alternativ auch mit einer Bassposaune
besetzt werden. Die Stimme des ersten Fagottes hingegen, das ungleich
virtuoser behandelt wird, legte Witt in die Hände seines Halbbruders Heinrich
Düring (1778-1858), der in Frankfurt als Fagottist wirkte oder von Fürst Carl
Joseph zu Hohenlohe-Jagstberg (1766-1838) , der ein engagierter Fagottist war
und in Witts Heimatort Haltenbergstetten residierte. Für diesen hat er auch
das Quartett F- Dur für Fagott und Streichtrio geschrieben (Accolade, Nr.
ACC.4019)

Nachdem Witts Kammermusik aus seiner Zeit in Oettingen-Wallerstein schon
Gegenstand zahlreicher Publikationen ist, liegt mit diesem "concertanten
Sextett" nun erstmalig ein Werk seiner Würzburger Zeit vor. Wenn es in einer
Rezension der Allgemeinen Musikalischen Zeitung über eine Sinfonie von
Friedrich Witt heißt: "Die Verdienste des Verfassers leuchten aus seinem
Werke klar hervor. Er ist nicht arm an Erfindung der Melodie,....kennt die
Instrumente, versteht zu instrumentiren....und weiß überhaupt seinen Stoff zu
beherrschen" und der Dichterkomponist E.T.A. Hoffmann (1776-1822) meint
""daß
Herr Witt auch in dieser Manier nichts Schlechtes, nichts Gemeines geliefert
haben werde, lässt sich von solch einem verständigen Komponisten schon im
voraus erwarten, und diese Erwartung wird auch in dem vorliegenden Werke
keineswegs getäuscht", dann trifft dies auch - und gerade - auf dieses
Sextett zu!

Friedrich Witt ist am 3. Januar 1836 in Würzburg verstorben.

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Herzogenberg: Quintett für Klavier und Bläser

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