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6 Sonaten Band 2 (mit Faksimile) 

Fagott, Basso continuo         

Artikelnr.: FAG2856B
ISMN: M-50135-707-9
Verlagsnr.: ACC.1268B
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Inhaltstext:


Sonate Nr. 4 F-Dur
Ciciliano andante
Allegro
Gavotta I, II
Allegretto

Sonate Nr. 5 d-moll
Adagio
Allegro
Arietta
Allegro

Sonate Nr. 6 a-moll
Andante
Allegro
Aria gratiozo
Minuetto di Tempo

Trotz der Bezeichnung Opus 2 sind die sechs Fagottsonaten das erste Werk, das Dard 1759 gedruckt hat, kurz bevor er in den Dienst des Königs eintrat. Die Einzigartigkeit dieser Sonaten wurde in einem Inserat der Pariser Presse am 11. Januar 1759 hervorge- hoben: 6. Fagottsonaten, komponiert von Mr. Dard, sehr nützlich für diejenigen, die dieses Instrument gut spielen. Erhältlich sowohl beim Komponisten in der rue des 2. Ecus in Rennes, als auch unter den üblichen Adressen. Es wird bemerkt, dass die Sonaten einzigartig in Ihrer Art sind und auch erfolgreich auf dem Violoncello gespielt werden können. Die Stücke sind erstaunlich sowohl innerhalb von Dards Schaffen, als auch allgemein für die Musik des 18. Jahr- hunderts, besonders aber des speziellen Fagottrepertoires.

Dard benutzt das Fagott wie einen Belcanto-Tenor und verlangt den Ausführenden mehr technische Schwierigkeiten u. a. im sehr hohen Register ab als alle anderen Komponisten seiner Zeit, ja sogar noch deutlich später. Auch wenn die Grifftabellen für das Fagott ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein d''oder f'' aufwärts enthalten, verlangen die Werke dieser Zeit nie höhere Töne als g' oder a', außer einigen mysteriösen hohen Orchesterstellen bei Rameau und dem hohen b des Konzerts von Mozart. Das hohe Register wurde erst 60 Jahre nach Dard Standard und zudem erst nach unzähligen Verbesserungen am Instrument.

Aus melodischer Sicht ist die Fagottstimme wegen der zahlreichen Verzierungen sehr dicht und lyrisch und die Mischung der Verzier- ungen mit dem galanten Stil erzeugt einen einzigartigen Effekt. Und obwohl der Aufbau der Werke traditionell bleibt, haben die langsamen Sätze interessantes formales Merkmal: sie sind durchkomponiert ohne Wiederholung oder Reprise und nähern sich fast der Ariosoform an, die zu der Zeit in Frankreich nicht üblich war.

Die Sonaten enthalten - in dieser Zeit sehr ungewöhnlich - ausge- schriebene Verzierungen und bemerkenswerterweise Artikulations- zeichen über fast jeder Note. Die detaillierte Behandlung der Artikulation in der Partitur der Sonaten hat sich als sehr aufschluss- reich erwiesen: es fanden sich oftmals Angaben, die der heute als gültig angesehenen Aufführungspraxis des 18. Jahrhunderts wider- sprechen. Dies führt uns zu der Frage, ob Dard in der Rolle des ersten Fagottisten an der Oper, oder seine Kollegen, wirklich in der Art und Weise spielten, in der er komponierte.
 

Herausgegeben von:

Continuoaussetzung:

Erscheinungsjahr:

2010 

Gewicht:

336 g

Verlag:

Accolade Musikverlag